Kontoauszüge für die Steuererklärung vorbereiten

Kontoauszüge für die Steuererklärung vorbereiten heißt vor allem: die richtigen Auszüge sammeln, übersichtlich ordnen und steuerlich relevante Buchungen leicht auffindbar machen. Wer das einmal sauber aufsetzt, spart beim Ausfüllen Zeit und ist bei Rückfragen des Finanzamts gut vorbereitet.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Kontoauszüge du brauchst, wie du sie Schritt für Schritt aufbereitest und wie du aus den Roh-Exporten deiner Bank in wenigen Minuten eine saubere Tabelle machst.

Warum sind Kontoauszüge für die Steuererklärung wichtig?

Kontoauszüge sind der Nachweis dafür, dass Einnahmen und Ausgaben tatsächlich geflossen sind. Du musst sie meist nicht mitschicken, aber als Beleg bereithalten – das Finanzamt fordert sie bei Bedarf an.

Gerade bei Werbungskosten, Sonderausgaben, Spenden oder bei selbstständiger Tätigkeit helfen geordnete Auszüge, einzelne Beträge schnell zu belegen. Eine durchsuchbare Übersicht erspart dir das mühsame Blättern durch PDF-Auszüge.

Welche Kontoauszüge brauche ich?

Sammle die Auszüge aller Konten, über die steuerlich relevante Zahlungen liefen – in der Regel das Girokonto, gegebenenfalls ein Geschäfts- oder Zweitkonto und Kreditkartenabrechnungen.

Achte auf den vollständigen Zeitraum des betreffenden Steuerjahres (1. Januar bis 31. Dezember). Lücken zwischen zwei Auszügen führen später zu Nachfragen. Prüfe deshalb, ob alle Monate lückenlos vorhanden sind.

Auch Kreditkartenabrechnungen gehören dazu. Über die Kreditkarte laufen häufig Ausgaben, die steuerlich relevant sein können – etwa Fachliteratur, Software-Abos, Arbeitsmittel oder Reisekosten – und die sonst leicht übersehen werden. Lade die Abrechnungen für denselben Zeitraum herunter, idealerweise ebenfalls als CSV statt als PDF, und prüfe, ob alle Monatsabrechnungen lückenlos vorliegen. So bildest du auch die per Karte bezahlten Posten vollständig ab.

Schritt für Schritt: Kontoauszüge vorbereiten

Am schnellsten geht es, wenn du die Umsätze digital exportierst und in eine Tabelle umwandelst, statt PDFs manuell abzutippen.

  1. Zeitraum festlegen – wähle im Online-Banking das komplette Steuerjahr.
  2. Umsätze exportieren – lade die Buchungen als CSV oder CAMT.053 herunter (nicht als PDF, das lässt sich schlecht weiterverarbeiten).
  3. In eine Tabelle umwandeln – bring die Auszüge in eine einheitliche, durchsuchbare Form mit Datum, Empfänger, Verwendungszweck und Betrag.
  4. Steuerlich Relevantes markieren – kategorisiere die Buchungen und halte die passenden Belege bereit (welche Posten infrage kommen, siehst du gleich unten).
  5. Sicher ablegen – speichere Tabelle und Originalauszüge geordnet, am besten pro Steuerjahr in einem eigenen Ordner.

Welche Buchungen sind steuerlich relevant? Häufig tauchen im Kontoauszug Posten auf, die – je nach persönlicher Situation – steuerlich absetzbar sein können. Achte beim Durchgehen besonders auf:

  • Kontoführungsgebühren – ein pauschaler Anteil lässt sich oft als Werbungskosten ansetzen.
  • Arbeitsmittel und Homeoffice – z. B. Büromaterial, Fachausstattung oder Kosten rund ums Arbeitszimmer.
  • Fortbildung und Fachliteratur – Seminare, Kurse, Fachbücher und Zeitschriften.
  • Versicherungen – bestimmte Beiträge wie Berufshaftpflicht oder Teile von Vorsorgeversicherungen.
  • Spenden – Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen (mit Spendenquittung).
  • Handwerker- und haushaltsnahe Dienstleistungen – hier ist häufig der Lohnanteil absetzbar.

Ob ein Posten in deinem Fall tatsächlich absetzbar ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab – im Zweifel hilft dein Steuerberater weiter.

Worauf du beim Export achten solltest

Wähle beim Download das Format CSV oder CAMT.053 – damit bleiben alle Felder maschinenlesbar. PDF-Auszüge sehen ordentlich aus, lassen sich aber kaum sauber in eine Tabelle überführen.

Jede Bank exportiert etwas anders: Trennzeichen, Datums- und Betragsformate unterscheiden sich. Konkrete Anleitungen findest du je nach Bank, etwa für Sparkasse, Volksbank, ING oder DKB – eine Übersicht aller unterstützten Banken gibt es unter Banken.

Wie Sortano dir dabei hilft

Sortano wandelt den Roh-Export deiner Bank in eine saubere, sortierte und kategorisierte Tabelle um – als Excel, CSV oder als DATEV-Buchungsstapel für den Steuerberater.

Du lädst die CSV- oder CAMT.053-Datei einfach hoch, Sortano erkennt das Format automatisch, vereinheitlicht Beträge und Datumsangaben und ordnet jede Buchung einer Kategorie zu. Das Besondere: Die gesamte Verarbeitung passiert lokal in deinem Browser – deine Bankdaten werden zu keinem Zeitpunkt hochgeladen.

Kontoauszüge aufbewahren – das solltest du wissen

Wie lange du Kontoauszüge aufbewahren musst, hängt davon ab, ob du sie privat oder geschäftlich nutzt. Privatpersonen haben in der Regel keine allgemeine gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Kontoauszüge – empfehlenswert ist es trotzdem, sie einige Jahre als Zahlungsnachweis zu behalten (üblich sind rund drei Jahre, passend zur regelmäßigen Verjährung).

Für Selbstständige und Unternehmen gelten dagegen feste gesetzliche Fristen. Buchungsbelege – dazu zählen bei Buchführungspflicht auch Kontoauszüge – müssen für die meisten Unternehmen seit der Verkürzung durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (ab 1.1.2025) in der Regel acht Jahre aufbewahrt werden; zuvor waren es zehn Jahre. Für bestimmte Branchen – insbesondere Banken, Versicherungen und Wertpapierinstitute – gilt seit 2025 (Gesetz zur Modernisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung) jedoch wieder die zehnjährige Frist. Für manche Unterlagen wie Jahresabschlüsse bleibt es ohnehin bei zehn Jahren. Welche Frist in deinem Fall genau gilt, klärst du am besten mit deinem Steuerberater.

Auch als Privatperson gibt es Ausnahmen: Rechnungen und Zahlungsnachweise für Bau- oder Handwerkerleistungen an einem Grundstück sind zwei Jahre aufzubewahren.

Digitale Auszüge im Original-Format (z. B. die von der Bank bereitgestellte PDF- oder CSV-Datei) sind als Nachweis sinnvoll. Lege sie geordnet pro Jahr ab.

Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Aufbewahrungsfristen und steuerliche Pflichten hängen von deiner persönlichen Situation ab. Im Zweifel wende dich an einen Steuerberater oder an dein Finanzamt.

Fazit

Mit ein wenig Vorbereitung wird die Steuererklärung deutlich entspannter: vollständige Auszüge sammeln, als CSV oder CAMT.053 exportieren und in eine saubere Tabelle umwandeln. So hast du alle Buchungen griffbereit und kannst einzelne Beträge im Zweifel sofort belegen.

Häufige Fragen

Brauche ich für die Steuererklärung Kontoauszüge?+

In der Regel musst du Kontoauszüge nicht mit der Steuererklärung einreichen, solltest sie aber als Nachweis aufbewahren. Das Finanzamt fordert Belege bei Bedarf gezielt an. Eine geordnete Übersicht deiner Buchungen erleichtert das Ausfüllen und spätere Rückfragen erheblich.

In welchem Format sollte ich Kontoauszüge aufbereiten?+
Wie bekomme ich meine Kontoauszüge in eine Excel-Tabelle?+
Wie lange muss ich Kontoauszüge aufbewahren?+
Ist dieser Ratgeber eine Steuerberatung?+
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